Monaco Ocean Protection Challenge: HSBA Studierende im Finale

Von der Idee im Studium zur internationalen Bühne in Monaco

Mit ihrem Konzept für ein KI-gestütztes Reward-System zur Bekämpfung von Meeres- und Küstenverschmutzung setzten sich unsere Bachelorstudierenden Jana Cisewski, Anvi Gowda, Kamar Haidar und Malena Merkel bis ins diesjährige Finale des internationalen Wettbewerbs Monaco Ocean Protection Challenge (MOPC) durch. Als eines von nur vier Teams pitchten sie ihr Projekt vor einer internationalen Expertenjury in der Kategorie „Business Concept“ – im atemberaubenden Ambiente des Musée Océanographique de Monaco.

„Es war ein unglaublich tolles Erlebnis und eine wirklich wertvolle Erfahrung. Wir sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, dabei zu sein und vor so einem hochkarätig besetzten, internationalen Publikum zu pitchen“, so die vier Studentinnen von BlueReturn. „Auch der Austausch mit den MOPC-Mentor:innen, den anderen Teams und Expert:innen hat uns fachlich und persönlich weitergebracht. Wir hoffen sehr, dass wir unser Projekt gemeinsam weiterverfolgen können.“

Die Monaco Ocean Protection Challenge ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende, junge Gründer:innen und Early-Stage-Start-ups, die innovative Lösungen zum Schutz der Meere entwickeln. Sustainability-Expertin Prof. Dr. Sarah Jastram machte ihre Studierenden im Rahmen des Moduls „Sustainability“ auf die Challenge aufmerksam und ließ sie ihre Projekte nach Wettbewerbsmaßstäben ausarbeiten. Die Teilnahme war optional, dennoch nutzten viele Studierende die Chance. Insgesamt schafften es vier HSBA-Teams bis ins Halbfinale; das Team BlueReturn wurde für das Grand Finale nominiert. 

„Mehr als einhundert Studierende der HSBA haben an der diesjährigen Monaco Ocean Protection Challenge teilgenommen und erfolgreich Ideen für nachhaltige Geschäftsmodelle zum Schutz der Ozeane entwickelt“, so Professorin Sarah Jastram. „Bereits in den vorangegangenen Runden des Wettbewerbs wurden die starken Konzepte der HSBA Studierenden gewürdigt. BlueReturn hat es sogar bis ins Finale geschafft und dort sehr überzeugend und professionell präsentiert. Ich könnte nicht stolzer auf unser fantastisches BlueReturn-Team sein!“  

Vom Hörsaal nach Monaco – das Team BlueReturn im Interview

Wie das Projekt entstanden ist, wie das Team zusammengearbeitet hat und welche Erfahrungen sie bei der MOPC gesammelt haben, erzählen die vier Studentinnen im Interview:

Wie seid ihr auf die Idee zu eurem Projekt gekommen? Wie habt ihr in eurem Team zusammengearbeitet?

Nach intensiven Brainstorming-Phasen und der Sammlung verschiedener Ideen haben wir uns schließlich dazu entschieden, ein Reward-System für das Müllsammeln an Stränden zu entwickeln. In den vergangenen Wochen hat sich unsere ursprüngliche Idee kontinuierlich weiterentwickelt, da durch Recherche und den gemeinsamen Austausch immer neue Aspekte, Verbesserungen und Perspektiven hinzugekommen sind.

Die Zusammenarbeit im Team war dabei von regelmäßigen Abstimmungen und mehreren Austauschen pro Woche geprägt, insbesondere in der Anfangsphase des Projekts. Möglich war dies vor allem durch die gemeinsame Motivation, das hohe Engagement und die aktive Beteiligung aller Teammitglieder. Genau dieser starke Teamzusammenhalt hat wesentlich dazu beigetragen, unser Konzept gemeinsam weiterzuentwickeln und erfolgreich umzusetzen.

Worum genau geht es bei "BlueReturn"? 

BlueReturn ist ein KI-gestütztes Reward-System zur Bekämpfung von Meeres- und Küstenverschmutzung. Die Idee basiert auf intelligenten Cleanup-Stationen in Küstengebieten, die mit einer App verbunden sind. Nutzerinnen und Nutzer können gesammelten Müll an den Stationen entsorgen, wobei die integrierte KI den Abfall automatisch erkennt, sortiert und die Menge dokumentiert. Dadurch wird nicht nur die Küstenreinigung gefördert, sondern auch eine korrekte Mülltrennung sichergestellt.

Über die App können Teilnehmende ihren persönlichen Beitrag zum Umweltschutz nachverfolgen und erhalten Punkte für gesammelten Müll. Diese Punkte lassen sich beispielsweise gegen nachhaltige Gutscheine, Rabatte oder ÖPNV-Tickets eintauschen oder an Meeresschutzinitiativen spenden. Ergänzt wird das Konzept durch interaktive Features wie Challenges, Ranglisten, Fortschrittsanzeigen und eine Community-Funktion, die langfristiges Engagement und gemeinschaftliche Aktionen fördern. BlueReturn verbindet damit Umweltbewusstsein, Technologie und Gamification zu einem nachhaltigen und motivierenden Gesamtkonzept.

Unser Ziel ist es, mehr Menschen dazu zu motivieren, aktiv zur Sauberkeit ihrer Umwelt beizutragen und ein stärkeres Bewusstsein für den Schutz von Küsten- und Meeresgebieten zu schaffen. Gleichzeitig möchten wir insbesondere diejenigen unterstützen, die sich für Ocean Protection und Umweltschutz engagieren möchten, jedoch bisher nicht wissen, wie oder wo sie anfangen können. Durch einen einfachen, zugänglichen und motivierenden Ansatz möchten wir nachhaltiges Handeln im Alltag fördern.

Wie aufwändig/herausfordernd ist es, an einem internationalen Wettbewerb wie der MOPC teilzunehmen? War das eine wichtige Erfahrung für euch? 

Der Aufwand war definitiv signifikant. Als wir uns für das Halbfinale qualifiziert haben, befanden wir uns alle gleichzeitig in der Phase unserer Bachelorarbeiten, wodurch die zusätzliche Vorbereitung eine besondere Herausforderung darstellte. Dennoch haben wir viel Zeit und Engagement investiert, um unser Projekt weiterzuentwickeln und uns bestmöglich auf die einzelnen Wettbewerbsphasen vorzubereiten.

Für das Finale standen wir in Kontakt mit einer Mentorin der MOPC, die uns während der Vorbereitung unterstützt und begleitethat. Insgesamt erhielten wir in den verschiedenen Phasen der Challenge hilfreiche Guidelines für die Weiterentwicklung unseres Konzepts. Besonders wertvoll war die Teilnahme für uns im Hinblick auf die gesammelten Erfahrungen, die Networking-Möglichkeiten, den Austausch mit anderen engagierten Teilnehmenden sowie Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen.

Euer Tipp für andere Studierende? 

Nehmt die Gruppenarbeit ernst: Heute seid ihr in Hamburg und morgen in Monaco!