SkillSea

Zukunftssichernde Kompetenzen für den Seeverkehr – Skillsea

Projektbeschreibung:

Die europäische Schifffahrt ist auf einem globalen Markt tätig. Viele Trends haben Auswirkungen auf den Seefahrtsberuf wie zum Beispiel Digitalisierung, Automatisierung, Ökologisierung der Schifffahrt und die Entwicklung neuer Technologien. Insbesondere die zunehmende Inbetriebnahme „smarter“ Schiffe führen zu einer höheren Nachfrage nach sehr gut ausgebildeten maritimen Fachkräften. Gleichzeitig haben viele Seeleute bereits Qualifikationsdefizite und sind dringend auf Weiterbildung angewiesen. Um die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Schifffahrtssektors zu stärken, muss er sein Humankapital weiter stärken, um die Ausbildung und die Arbeitsplätze von morgen zu entwickeln, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und sicherzustellen, dass die Seeleute in Europa mit den Fähigkeiten ausgestattet sind, die aufgrund der sich ändernden Bedürfnisse der Branche erforderlich sind.

Das vierjährige Forschungprojekt SkillSea zielt darauf ab, eine Strategie für eine zukunftssichere Aus- und Weiterbildung von Schifffahrtsfachkräften (Seeleute und Landarbeiter, die in der Schifffahrtsindustrie arbeiten) zu entwickeln. Insbesondere soll sichergestellt werden, dass die europäischen maritimen Fachkräfte über die entsprechenden Schlüsselqualifikationen in den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung und Soft Skills verfügen. Nur so kann ein Passgenauigkeit zwischen den Anforderungen der Industrie und den Ausbildungsinhalten für Schifffahrtsfachkräfte gewährleistet werden. Darüber hinaus sollen Ausbildungsstandards für eine qualitativ hochwertige maritime Ausbildung in Europa entwickelt, der Austausch von Studierenden zwischen den Instituten gefördert und allen Studierenden eine Ausbildung an Bord ermöglicht werden.

SkillSea wird aus dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union im Rahmen der Key Action 2 - Sector Skill Alliances kofinanziert. Das Projektkonsortium besteht aus 27 Organisationen aus Industrie, Bildung und Ausbildung sowie Behörden der maritimen Industrie aus 16 europäischen Ländern.

Themen:
Seeverkehr, europäische Schifffahrt, Kompetenzentwicklung, Weiterbildung, Ausbildung, Schiffahrtsfachkräfte, Digitalisierung

Projektpartner:
Stichting STC Group (Niederlande), European Community Shipowners Associations (Belgien), European Transport Workers Federation (Belgien), NTNU Norway (Norwegen), Svendborg International Maritime Academy (Dänemark), Idryma Evgenidou (Griechenland), Tallinna Tehnikaulikool (Estland), Hochschule Bremen (Deutschland), Pomorski Fakultet u Rijeci (Kroatien), Cork Institute of Technology (Irland), Blackpool and The Fylde College (UK), Liverpool John Moores University (UK), Panepistimio Aigaiou (Griechenland), Universitatea Maritima din Constanta (Rumänien), Ecole Nationale Superieure Maritime (Frankreich), Universidad de Cadiz (Spanien), Shipyards and Maritime Equipment Association of Europe (Belgien), Nautilus International (UK), Danish Shipping (Dänemark), Sofartsstyrelsen (Dänemark), Stena Line Scandinavia AB (Schweden), Opca Transports et Services (Frankreich), Sindicatul Liber al Navigatorilor din Flota Maritima Comercial (Rumänien), Ogolnopolski Zwiazek Zawodowy Oficerow i Marynarzy (Polen), Formare Polo Nazionale Formazione per lo Shipping (Italien), Secrétariat général de la mer (Frankreich)

Arbeitsfortschritt: Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wurde die Arbeit in aufeinander aufbauende Arbeitspakete (WP) unterteilt:

  • WP1: Identifizierung von Qualifikationsanforderungen
  • WP2: Zukunftssichere Ausbildung und Training
  • WP3: Strategie
  • WP4: Sensibilisierung und Mobilisierung der Interessengruppen
  • WP5: Implementierung
  • WP6: Projekt- und Qualitätsmanagement

Die HSBA trägt zu den Arbeitspaketen 1, 2, 3 und 4 bei. Die vorläufigen und öffentlich zugänglichen Projektresultate sind unter den jeweiligen Arbeitspaketen aufgeführt.

Arbeitspakete und vorläufige Projektresultate

Ziel des Arbeitspaketes 1 besteht in der Analyse des zukünftigen Qualifizierungsbedarfs im maritimen Sektor. Dazu werden die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Kenntnissen und Fähigkeiten und bestehenden Lücken evaluiert. Insbesondere die Auswirkung von Qualifizierungslücken auf bestehende Berufsprofile wird identifiziert. Nicht zuletzt wird der Effekt von Ausbildungsclustern evaluiert und Empfehlungen für Aus- und Weiterbildungsanbieter abgeleitet. Die Projektleitung liegt bei der Norwegian University of Science and Technology (NTNU).

Bisherige Projektergebnisse:

Einige der bisherigen Arbeitsergebnisse des WP1 stehen der Öffentlichkeit als Open Access Publikationen zur Verfügung.

Im Rahmen des Arbeitspaket 2 soll untersucht werden, wie die Mobilität von Fachkräften innerhalb des gesamten maritimen Sektors verbessert werden kann (bspw. von einer Tätigkeit auf See hin zu einer Tätigkeit an Land). Maßgeblich dafür ist die Beseitigung von Qualifizierungslücken. Durch den Erwerb von stark nachgefragten Kompetenzen und Fähigkeiten können die Berufschancen von Schifffahrtsfachkräften nachhaltig verbessert werden. Dazu wird eine Toolbox mit unterschiedlichen Trainingspaketen entwickelt, pilotiert und Aus- und Weiterbildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sollen Kooperationen zwischen maritimen Ausbildungseinrichtungen ins Leben gerufen und ein Leitfaden für die Berufsentwicklung entwickelt werden. Die Projektleitung liegt bei der Svendborg International Maritime Academy (SIMAC), Dänemark.

 

Im Arbeitspaket 3 geht es um die strategische Umsetzung und damit um die Entwicklung einer gesamteuropäischen Strategie für künftige Kompetenzen im Seeverkehrssektor. Die Teammitglieder werden dazu eine grundlegende Struktur für die Entwicklung der Kompetenzstrategie schaffen. Zur Unterstützung dieses Prozesses wird eine Online-Plattform für den Wissensaustausch eingerichtet, die Akteuren, Interessenträgern und Endnutzern bei der Zusammenarbeit helfen wird. Die Projektleitung liegt bei der Eugenides Foundation (EF), Griechenland.

Bisherige Projektergebnisse:

Einige der bisherigen Arbeitsergebnisse des WP1 stehen der Öffentlichkeit als Open Access Publikationen zur Verfügung.

Ziel des Arbeitspakets 4 ist es, sowohl die breite Öffentlickeit für das Projekt zu sensibilisieren als auch die relevanten Interessengruppen zu mobilisieren. Daher wird ein Plan für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Dies ist wichtig, um die Attraktivität des Sektors insbesondere für junge Erwachsene zu erhöhen und die nachhaltige Umsetzung der Projektergebnisse zu gewährleisten.  Verschiedene Marketingmaterialien und online sowie offline Kanäle werden genutzt, um die Projektergebnisse sichtbar und praktisch zu machen. Geleitet wird das Arbeitspaket 4 von der Stichting STC Group (STC- Group), Niederlande.

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