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An der HSBA passiert was...

Roland Magunia

Praxisbericht: Business Informatics bei Deloitte

Als dualer Student wechselt Jakob Stindt regelmäßig zwischen Praxis und Theoriephase, zwischen Partnerunternehmen und Hochschule. Hier berichtet er über seine Erfahrungen und gibt wertvolle Tipps für interessierte Schüler_innen.

Jakob Stindt ist dualer Student an der HSBA im Studiengang Business Informatics. Er verbringt im Wechsel jeweils drei Monate an der Hochschule und drei Monate bei seinem Partnerunternehmen Deloitte im Team Risk Advisory. In diesem Beitrag, den er für den Karriere Blog von Deloitte Deutschland verfasst hat, berichtet er über den Aufbau seines dualen Wirtschaftsinformatik Studiums und gibt wertvolle Tipps für alle interessierten Schüler_innen. 

Lieber Jakob Stindt, Sie absolvieren seit Oktober 2020 ein duales Wirtschaftsinformatik-Studium an der HSBA und bei Deloitte. Wie ist Ihr Studium aufgebaut?

Ich absolviere einen dualen Bachelor für Wirtschaftsinformatik (Business Informatics) bei Deloitte an der Hamburg School of Business Administration (HSBA). Die Semester sind in Praxis- und Theoriephasen unterteilt, die jeweils drei Monate dauern. An der HSBA als duale Business-School ist das gesamte Curriculum und der Aufbau des Studiums, inklusive eventueller Auslandssemester, an diese Struktur angepasst.
Das Wirtschaftsinformatik-Studium stellt eine Schnittstelle zwischen den Bereichen BWL und Informatik dar. Dementsprechend habe ich einen deutlich größeren IT-Fokus als meine Kolleg:innen, die „reine“ BWL studieren. Im Moment habe ich beispielsweise die Module „Front End Design“, „Programmierung 1“, „Datenbanken“ und „Modellierung betrieblicher Informationssysteme“.

In den Praxisphasen sind Sie im Risk Advisory-Team bei Deloitte eingesetzt. Was genau beinhaltet das? 

In meinen Praxisphasen werde ich im Extended Enterprise Team eingesetzt, das Teil des Bereiches Cyber and Strategic Risk innerhalb von Risk Advisory ist. Ich habe dabei zum größten Teil mit Softwarelizenzprüfungen und Beratungsleistungen im Software-Asset-Management zu tun. Beim Softwarelizenz-Audit überprüfen wir Unternehmen im Auftrag von Software-Herstellern darauf, ob sie für die von ihnen eingesetzte Software auch über die benötigten Lizenzen verfügen. Im Software-Asset-Management beraten wir Kunden, wie sie ihre IT-Assets – zum Beispiel Softwarelizenzen – besser einsetzen können, um Aufwand und Geld einzusparen.
Zu meinen bisherigen Aufgaben gehört, Daten zu extrahieren und mit Excel auszuwerten, Powerpoint-Präsentationen zu erstellen und zu verschiedenen Softwareprodukten Recherchen anzustellen. Was schön ist: Meine Kolleg:innen erklären mir nicht nur, wie ich eine Aufgabe bearbeite, sondern immer auch, welche Funktion diese Aufgabe innerhalb eines Projektes hat. Das hilft mir sehr, die komplexen Prozesse zu verstehen. Seit Beginn des Studiums habe ich so schon einiges über die Struktur von IT-Landschaften in Unternehmen gelernt.

Was war Ihr bisheriges Highlight bei Deloitte?

Das kann ich nur schwer an einem einzelnen Event festmachen. Vielmehr ist mein Highlight die enge Betreuung und der Support, den ich von Deloitte bekomme. In den Praxisphasen kann ich bei Fragen zu Aufgaben oder Prozessen auf jede:n in meinem Team zugehen. Auch in den Theoriephasen werde ich gut von Deloitte unterstützt.
Meine Kolleg:innen haben sich oft die Zeit genommen, mir komplexe Hintergründe genau zu erklären, wenn nötig auch ein zweites Mal. Dabei wurde mir von Anfang an auf Augenhöhe begegnet. Hilfreich ist hier auch die Du-Politik bei Deloitte, die für eine ungezwungenere Atmosphäre sorgt. Selbst während der Pandemie gab es die Möglichkeit, über Zoom-Events nach der Arbeit die Kolleg:innen besser kennenzulernen, beispielsweise bei Spielen.

Was sind Ihre beruflichen Ziele nach Studienabschluss?

Das lässt sich im zweiten Semester natürlich noch sehr schwer beantworten. Es gibt nach einem abgeschlossenen dualen Bachelor bei Deloitte viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Ich könnte mir beispielsweise gut vorstellen, einen dualen Master bei Deloitte zu absolvieren. Generell ist mein Ziel nach dem Studium, weitere Praxiserfahrung in vielen unterschiedlichen Projekten zu sammeln, mich mit Kursen, Zertifizierungen und Trainings weiter zu qualifizieren und so ein Expertenwissen aufzubauen.

Sicherlich gibt es viele Schüler_innen, die sich fragen, was der richtige Weg nach dem Abitur ist. Wie sind Sie damals auf ein duales Studium und auf Deloitte aufmerksam geworden und woher wussten Sie, dass es das Richtige ist?

Die vielen Möglichkeiten, die man heute direkt nach dem Abitur hat, können einen definitiv überfordern. Ich habe mich schon früh für duale Studiengänge im betriebswirtschaftlichen Feld interessiert, da mir persönlich ein gewisser „Hands-on“-Ansatz sehr beim Verständnis von neuen Themen hilft. Die Verzahnung von Theorie und Praxis erschien mir da genau richtig. 
Im Rahmen von einigen Praktika und Ähnlichem nach dem Abitur habe ich gemerkt, dass ich gerne einen größeren Informatikanteil in meinem Studium hätte. Auch habe ich mich für Unternehmens- und IT-Beratung als Branche für das Studium interessiert, findet man hier doch immer neue Herausforderungen in unterschiedlichen Projekten.
Bei meiner anschließenden Recherche hat sich dann das duale Studium an der HSBA mit Deloitte als einer meiner Favoriten herausgestellt, da alle diese Kriterien auf diesen Studiengang zutrafen. Ich hatte zuvor schon von Deloitte gehört, wusste aber nicht, dass Deloitte auch duale Studiengänge anbietet. Im Nachhinein kann ich nun auch definitiv sagen, dass diese Entscheidung richtig war und das duale Studium bei Deloitte mir sehr gut gefällt. 

"In jeder Phase sollte man sich trauen, Fragen zu stellen und auf Leute proaktiv zuzugehen, wenn man etwas nicht versteht oder sich genauer informieren will. Am besten ist es immer, authentisch, höflich und ambitioniert aufzutreten."

Welchen Rat würden Sie Schüler_innen mit auf den Weg geben, die überlegen ein duales Studium zu beginnen?

Mir hat es sehr geholfen, mich genau über das Thema zu informieren. Zunächst natürlich per Internetrecherche. Anschließend ist es ein guter Schritt, im Rahmen von Messen oder Events, die viele Unternehmen und Hochschulen für Schüler_innen anbieten, einen genaueren Eindruck vom dualen Studium zu bekommen.
Was mir persönlich am allermeisten bei der Orientierung geholfen hat, waren Praktika und Praxiserfahrungen. Da man in der Oberstufe oft nur bedingt merkt, welche Bereiche in der Berufswelt man am spannendsten findet, ist dies meiner Meinung nach der beste Weg, um sich zu orientieren.
In jeder Phase sollte man sich trauen, Fragen zu stellen und auf Leute proaktiv zuzugehen, wenn man etwas nicht versteht oder sich genauer informieren will. Am besten ist es immer, authentisch, höflich und ambitioniert aufzutreten. 

Wie wurde in den Theorie- und Praxisphasen mit den besonderen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie umgegangen?

Das lief sehr gut. Während der Praxisphasen konnte ich stets das Remote-Working-Angebot nutzen. Viele Events, die eigentlich als Präsenzveranstaltungen geplant waren, wurden ohne Schwierigkeiten online durchgeführt.
Für die Klausuren vor Ort gab es an der HSBA ein striktes Hygienekonzept, alles andere lief online. Natürlich wären Präsenzvorlesungen schöner gewesen. Durch die kleinen Lerngruppen an der HSBA war aber dennoch immer ein enger Austausch mit den Dozent_innen und Kommiliton_innen möglich.

 

Wir danken Deloitte für die freundliche Unterstützung.