Last Mile Logistics | HSBA

Last Mile Logistics

Last Mile Logistics - Innerstädtische Zustelllogistik

Projektergebnisse: Metropolen wie Hamburg stehen verstärkt vor Herausforderungen, was die Versorgung ihrer Einwohner mit Waren und Dienstleistungen betrifft. Insbesondere für die Logistik der „letzten Meile“, bedarf es neuer und intelligenter Konzepte, um die verkehrliche Situation in den Innenstädten zu verbessern und die Emissionen durch den Lieferverkehr zu reduzieren. Die Studie "Last-Mile-Logistics" zur Evaluation des UPS-Modellvorhabens verdeutlicht dabei den richtungsweisenden Charakter des erprobten Logistikkonzepts mit Lastenfahrrädern in der Paketzustellung. Um den eingeschlagenen Weg, Hamburg als Modellstadt für zukünftige, nachhaltige und integrierte urbane Mobilität zu positionieren, fortzuführen, bedarf es nach Einschätzung der Gutachter weiterer Anstrengungen. Im Zuge der Untersuchung wurde eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Zustelllogistik auf der letzten Meile identifiziert und bewertet.  Hierzu zählen u. a. Maßnahmen wie die Bereitstellung anforderungsgerechter Logistikimmobilien im Innenstadtbereich, die Förderung neutraler Zustell- bzw. Abhollösungen, die Integration innovativer Verwahrlösungen, die stärkere IT-Vernetzung der Dienstleister, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge aber auch die Straffung des bestehenden Ordnungsrahmens. Dabei ist davon auszugehen, dass aufgrund der Summe der Maßnahmen nicht jede einzelne sofort realisiert werden kann. Daher gilt es, komplementäre Maßnahmen zu identifizieren und in Modell-Quartieren zu erproben. Dabei ist unbedingt zu vermeiden, dass der auch im Grußwort von Senator Horch unterstrichene politische Wille, innovative Ideen und Konzepte schnell umzusetzen oft an genehmigungsrechtlichen Detailfragen und unterschiedlichen Zuständigkeiten scheitert. Vor diesem Hintergrund wurde diskutiert, einen Last-Mile-Koordinator zu benennen, der als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema letzte Meile fungiert.  Als wesentliche Aufgaben des Koordinators werden neben den erforderlichen fachbehördlichen Abstimmungen vor allem die Vernetzung der Akteure sowie die Zusammenarbeit mit dem laufenden SMILE-Projekt der Logistikinitiative Hamburg gesehen. Vorbildcharakter dürfte hier der von Martin Posset von der Universität für Bodenkultur in Wien vorgestellte Einsatz eines agilen Projektteams mit unterschiedlichen Beteiligten aus der öffentlichen Verwaltung und Privatwirtschaft haben.  In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern aus KEP-Logistik, Immobilienwirtschaft und öffentlichen Verwaltung wurden ausgewählte Teilaspekte aus dem Gutachten weiter vertieft.  

Schlagwörter: Logistik der letzten Meile, Innerstädtische Zustelllogistik

Projektbeteiligte: HTC, first mile