Promotionsstudium - Studium | HSBA

Promotionsstudium Studium

Jana Tolle

Promotionsprogramm

Das Claussen-Simon Graduate Centre at HSBA bietet hervorragende Bedingungen für berufsbegleitende Promotionen. Dazu tragen besonders die Intensivbetreuung der Doktoranden durch HSBA-Professoren und ein hochwertiges wissenschaftliches Seminarprogramm bei.

Der akademische Grad wird von der jeweils beteiligten kooperierenden Hochschule verliehen. Sowohl der Doctor of Business Administration (DBA) als auch der Doctor of Philosophy (PhD) berechtigen in Deutschland zum Führen des "Dr." als Titel.

Die Themen der Promotionen am Claussen-Simon Graduate Centre at HSBA sollen im betriebs- oder volkswirtschaftlichen Bereich angesiedelt sein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Berücksichtigung wirtschaftsethischer Aspekte. Als Hochschule der Wirtschaft in Hamburg legt die HSBA auch bei der Definition der Promotionsthemen großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen praxisnaher und wissenschaftlicher Betrachtung.

Zielgruppe

Der Studiengang steht Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge offen, die einen guten oder sehr guten Hochschulabschluss (Master oder Diplom) vorweisen können.

Studienorganisation

Die Pflichtseminare am Claussen-Simon Graduate Centre sind berufsbegleitend organisiert. Zusätzlich sind bis zu zwei Vollzeitwochen pro Jahr bzw. drei Wochenendmodule an der kooperierenden Hochschule zu absolvieren. Durch das berufsbegleitende Konzept bleiben die Promovenden so in ihre Unternehmen integriert.

Für eine erfolgreiche Promotion ist eine umfangreiche Unterstützung des Arbeitgebers – bei firmeninternen Projekten – oder eine reduzierte Berufstätigkeit notwendig. Es wird erwartet, dass den Doktoranden für die Dauer der Zugehörigkeit zum Graduate Centre im Durchschnitt 20 Stunden pro Woche für die Bearbeitung des Promotionsthemas zur Verfügung stehen. Vor Projektbeginn ist daher die Vereinbarkeit des Promotionsvorhabens und des Berufs mit dem Arbeitgeber zu besprechen.

Ergänzend zu den Seminarangeboten der jeweils beteiligten Hochschule bietet das Claussen-Simon Graduate Centre at HSBA vier Seminarformen in englischer Sprache an. Das gesamte Seminarangebot wird von HSBA-Professoren sowie ausgewählten nationalen und internationalen Experten in Kleingruppen von maximal 24 Teilnehmern durchgeführt.

Research Group Meetings bieten dem Kandidaten die Möglichkeit innerhalb des gewählten Forschungsbereichs eng mit Doktoranden, Professoren und externen Forschern zusammenzuarbeiten. Diese Form der kollaborativen Arbeit ermöglicht größere Fortschritte im eigenen Forschungsvorhaben. Zudem verstärkt die Einbeziehung und der Austausch der Doktoranden zu unterschiedlichen Phasen der jeweiligen Promotionen untereinander das Wissens- und Transferniveau.

Methodology Meetings qualifizieren die Promovenden für qualitative und quantitative empirische Forschungsmethoden, die für das eigene Forschungsprojekt benötigt werden. HSBA-Professoren und ausgewählte Experten vermitteln den Doktoranden die methodischen Grundlagen.

Expert Lectures zu ausgewählten Themen werden exklusiv für die Doktorandengruppe von international renommierten Wissenschaftlern angeboten. Zusätzlich stehen diese Experten den Doktoranden für Coachings zum Publikationsprozess oder anderer Themen zur Verfügung.

Bei der jährlichen Member Presentation präsentiert und diskutiert jeder Promovend den aktuellen Stand des Forschungsprojekts mit allen Doktoranden und Professoren. Die Member Presentation stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie auch von allen Doktorandenbetreuern sowie Gutachter besucht werden - in der Regel auch von den kooperierenden Hochschulen. Dies ermöglicht es den Doktoranden, die Relevanz und Stringenz ihrer Forschungsvorhaben besser zu verstehen sowie ihre Präsentations- und Argumentationsfähigkeiten auszubauen.

Darüber hinaus haben die Doktoranden die Möglichkeit, Seminare, Workshops und Konferenzen anderer Institute zu besuchen.

Studienbeginn und Dauer

Das Promotionsprogramm des Claussen-Simon Graduate Centre at HSBA beginnt in der Regel zum 1. Januar eines Jahres und ist auf eine Gesamtdauer von drei Jahren ausgerichtet. Alternative Starttermine sind in Ausnahmefällen möglich.

Studiengebühren

Die Studiengebühren für das Promotionsprogramm betragen insgesamt 15.000 Euro pro Studienjahr, wovon ein Großteil von der Claussen-Simon-Stiftung in Form eines Stipendiums übernommen werden. Die tatsächlichen Studiengebühren betragen somit 4.800 Euro pro Jahr.

Je nachdem welche Hochschule im Rahmen der jeweiligen Promotionsvorhaben beteiligt sind, können zusätzliche Gebühren an der kooperierenden Hochschule anfallen. Hinzu kommen mögliche Reisekosten für die Teilnahme an den Seminarveranstaltungen der Partnerhochschule. 

Bei erfolgreicher Aufnahme in das Promotionsprogramm wird eine Immatrikulationsgebühr in Höhe von 2.000 Euro erhoben, die auf die Studiengebühren des ersten Jahres angerechnet wird.

Das Doktorandenprogramm ist darauf ausgerichtet, Kandidaten für anspruchsvolle Managementaufgaben in Unternehmen weiter zu qualifizieren und zu schulen. Dies ist für Doktoranden und Unternehmen gleichermaßen attraktiv, weshalb viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter sowohl in finanzieller Hinsicht als auch durch die partielle Freistellung für das Promotionsprojekt unterstützen.  

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit sind Stipendien von öffentlichen Geldgebern (DFG, DAAD) sowie zahlreichen Stiftungen. Zudem bieten viele Banken spezielle Studiendarlehen an.

Abschlüsse

Staatlich und international anerkannter Abschluss Doctor of Business Administration (DBA) oder Doctor of Philosophy (PhD). Beide Titel können als "Dr." vor dem Namen geführt werden.

Der Titel "DBA" ist international anerkannt und dem deutschen Doktorgrad gleichgestellt. Er berechtigt nach Beschluss der KMK vom 21. September 2001 in der Fassung vom 15. Mai 2008 die Führung als "Dr."-Titel vor dem Namen und ohne Zusatz.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) schreibt in ihrer Datenbank zu ausländischen Abschlüssen (anabin.kmk.org) über den DBA: "Es handelt sich um ein anwendungsorientiertes, an den Bedürfnissen von Industrie und Wirtschaft ausgerichtetes Promotionsprogramm, das im Gegensatz zu dem wesentlich stärker forschungsorientierten 'Doctor of Philosophy (PhD)' steht. Zielgruppe sind Manager in Industrie und Wirtschaft mit Berufserfahrung, die über anwendungsorientierte Forschungsarbeit ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Zwecke der Betriebsführung und -verwaltung erweitern und ausbauen möchten."

In Kooperation mit der Edinburgh Napier University bietet die HSBA als eine der ersten Hochschulen in Deutschland diesen Abschluss für besonders qualifizierte Masterabsolventen an. Ausgehend vom angelsächsischen Raum hat sich der DBA neben dem PhD als gleichberechtigt und international ebenso wertgeschätzt etabliert. Einige der besten Business Schools der Welt wie beispielsweise die Harvard Business School (USA), die IE Business School (Spanien), die Manchester Business School (Großbritannien) oder die Fudan University School of Management (China), setzen ebenfalls auf diesen Abschluss.

Der PhD (engl.: Doctor of Philosophy, lat.: philosophiae doctor) ist die klassische Form des wissenschaftlichen Forschungsdoktorats oder Promotionsstudiums im angelsächsischen Raum. Entgegen des Wortlauts bildet der PhD nicht nur in der Philosophie, sondern in den allermeisten Fächern den Abschluss; das konkrete Studienfach wird üblicherweise mit "in" angeschlossen (z.B. PhD in economics).

Der abgeschlossene PhD bescheinigt laut der Anabin-Länderübersicht eine "wissenschaftliche Qualifizierung auf höchster Stufe". Ein in einem EU-Land erworbener PhD kann in Deutschland ohne weitere Zusätze als "Dr." geführt werden.

Betreuung der Doktoranden

Jedem Doktoranden werden zwei Doktorväter respektive -mütter zur Seite gestellt, die das Promotionsvorhaben betreuen. Die Doktoranden und ihre Betreuer schließen zu Beginn eine Dissertationsvereinbarung und reflektieren die Qualität der Zusammenarbeit monatlich über ein IT -gestütztes Berichtssystem. Dabei hat keiner der beiden Personen Einblick in die Bewertungen des anderen, weichen die Einschätzungen allerdings stark voneinander ab oder werden nur wenig Punkte vergeben, unterstützt das Graduate Centre dabei, die Produktivität wieder zu erhöhen.

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