
Das bisherige Angebot der HSBA, bei dem der kaufmännische Nachwuchs in dualen Studiengängen ausgebildet wird, führt zu einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, dem Bachelor of Arts (B.A.). Mit diesem Abschluss können die Bachelor-Absolventen bereits qualifiziert im Unternehmen eingesetzt und langsam an Managementaufgaben herangeführt werden.
Für einige betriebliche Funktionsbereiche sind neben den grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Methoden jedoch noch weitere vertiefte Fach- und Methodenkenntnisse erforderlich. Die Unternehmen benötigen auch Mitarbeiter, die in besonderer Weise analytisch/wissenschaftlich – selbstverständlich mit hoher Anwendungskompetenz - qualifiziert sind. Die fortschreitende Internationalisierung der kaufmännischen Unternehmung erfordert außerdem fundierte Kenntnisse hinsichtlich der internationalen Märkte. Dieses Qualifizierungsziel kann durch einen auf einen ersten betriebswirtschaftlichen Hochschulabschluss aufbauenden konsekutiven Masterstudiengang erreicht werden.
Der Masterstudiengang Global Management and Governance bietet berufstätigen Studieninteressierten die Möglichkeit, sich nach einem ersten wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschluss für globale Managementaufgaben zu qualifizieren. Durch die berufsbegleitende Form der HSBA-Master-Programme ist eine integrierte Laufbahnplanung möglich. Die Master-Studierenden können in den Unternehmen ihre Karriereziele verfolgen und parallel dazu ihre methodischen und fachlichen Kompetenzen für die globalen Anforderungen der Wirtschaft auf wissenschaftlichem Niveau weiterentwickeln.
Kernelemente:
In den Modulen Current Research Issues I + II können die Schwerpunkte Finance, Marketing und Entrepreneurship gewählt werden. Darüber hinaus werden aktuelle Themen aus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung behandelt.
Im Modul General & Applied Management werden die im ersten berufsqualifizierenden wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulstudium vermittelten Inhalte aufgefrischt und die Kernelemente kaufmännischer Ehrbarkeit und deren Implikationen für unternehmerisches Handeln vorgestellt.
In International Politics & Economics werden internationale Märkte und deren Rahmenbedingungen analysiert und grundlegende Mechanismen in der internationalen Politik und in internationalen Wirtschaftsbeziehungen vermittelt. Insbesondere werden in diesem Zusammenhang Steuerungssysteme in besonders relevanten Ländern, mögliche Investitionsanreizmechanismen sowie internationale Regulierungsmechanismen aus unternehmenspraktischer Sicht analysiert und Auswirkungen verschiedener Steuerungsinstrumente auf den Wohlstand von Gesellschaften diskutiert.
Decisionmaking & Organisational Behaviour richtet die Perspektive auf die handelnden Personen. Es geht dabei um die Frage, welche elementaren psychologischen Aspekte Bedeutung für das Verhalten in Organisationen haben. Dabei fließen insbesondere interkulturelle Aspekte ein und werden Erkenntnisse aus der Entscheidungs- und Spieltheorie berücksichtigt, um im weiteren Verlauf die erfolgreichsten Managementtheorien kennenzulernen und diskutieren zu können.
In International Production- and Marketing-Management wird der Fokus auf das Produkt, seine Herstellung und seinen Verkauf gelegt (Wertschöpfungsprozess), wobei der Umgang des Unternehmens mit Märkten und Ressourcen von zentraler Bedeutung ist. Es geht dabei vor allem um die Ergänzung der im grundständigen Studium gelernten betriebswirtschaftlichen Inhalte und um internationale Aspekte und deren Zusammenführung im internationalen Kontext.
Im Modul Corporate Governance geht es um die Gestaltung der Unternehmensstruktur vor dem Hintergrund mittel- und langfristiger Veränderungen. Es werden organisatorische Alternativen dargestellt sowie deren Implikationen zum Beispiel für steuerrechtliche Handhabung, Publikationspflichten, Haftungsfragen und die Arbeit mit unternehmerischen Kontrollorganen und Aufsichtsbehörden beleuchtet. Besondere Aufmerksamkeit wird Fragen im Zusammenhang mit der Rechtsform und der Standortwahl gewidmet. Ziel ist es, den Studierenden Bewertungsgrundlagen für zentrale strategische Entscheidungen der Unternehmensführung zu vermitteln.
In Law, Business Ethics & Alternative Dispute Resolution Mechanisms stehen die Beziehungen der Unternehmen mit anderen Unternehmen und Akteuren im Vordergrund. Gegenstand der Betrachtungen ist implizite und explizite Vertragsgestaltung, wobei der Fokus auf die konfliktvorbeugende Gestaltung der Beziehungen gelegt und dabei speziell auf die Wirkung wirtschaftsethischer Handlungsgrundlagen abgestellt wird. Es geht dabei auch um die Grenzen der Vertragsgestaltung im internationalen Kontext, wobei die Studierenden mit Mechanismen vertraut gemacht werden sollen, die es erlauben, im Falle von Konflikten jenseits staatlicher Gerichte liegende alternative Formen der Streitschlichtung vorzunehmen. Zudem sollen konkret die Herausforderungen an das Management in Bezug auf den Umgang mit Korruption und anderer potenziell kritischer Aktivitäten diskutiert werden.
Im Modul Corporate Social Responsibilty & Corporate Communication wird die soziale Verantwortung der Wirtschaft thematisiert, wobei die Kriterien für wirtschaftlichen Erfolg berücksichtigt werden. Wichtig ist dabei, dass nicht nur harte betriebswirtschaftliche Faktoren den langfristigen Unternehmenserfolg determinieren, sondern dass das Auftreten des Unternehmens auch großen Einfluss auf dessen Attraktivität als Arbeitgeber, die Leistungsmotivation und Loyalität der Mitarbeiter, die Kaufbereitschaft der Abnehmer und auf andere weiche Faktoren hat. In diesem Zusammenhang werden Möglichkeiten einer effektiven Unternehmenskommunikation in Bezug auf die öffentliche Meinungsbildung vermittelt und Möglichkeiten analysiert, wie Unternehmen auf eine wirtschafts- und beschäftigungsfreundliche Gesetzgebung hinwirken können.
In Leadership & Human Resource Management werden relevante Ergebnisse aus der Leadership-Forschung vermittelt und die verschiedenen Ansätze vor dem Hintergrund des Selbstverständnisses eines ehrbaren Kaufmanns beurteilt. Bei den Inhalten des Human Resource Managements geht es insbesondere auch um die Herausforderungen, die mit Führung von Mitarbeitern in internationalen Unternehmensstrukturen und Projektteams verbunden sind. Weiterhin werden wesentliche Anforderungen an ein effizientes Stakeholder Management zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs vermittelt.
Im Modul Financial Management & Corporate Choice werden zunächst zentrale unternehmerische Finanzierungsthemen (Unternehmensbewertung, Mergers & Acquisitions) dargestellt, wobei neben den Finanzierungsfragen auch Fragen der Unternehmenskultur und -organisation Berücksichtigung finden.
In den Modulen Current Research Issues I + II können die Schwerpunkte Finance, Marketing oder Entrepreneurship gewählt werden. Darüber hinaus werden aktuelle Themen aus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung behandelt. In diesem Zusammenhang sind von den Masterstudierenden eigene Forschungsleistungen zu erbringen.
In einer größeren Projektarbeit werden die Studierenden vor die Aufgabe gestellt, auf wissenschaftlicher Basis für eine konkrete betriebliche Problemstellung Lösungskonzepte zu entwickeln.
Als Schwerpunkte können gewählt werden: Finance, Marketing und Entrepreneurship.
Finance:
Das Schwerpunktmodul Finance knüpft an das Modul Financial Management an und stellt auf einem hohem Niveau die Fähigkeit, Projekte, Finanztitel und ganze Unternehmen bewerten zu können, in das Zentrum der Überlegungen. Im ersten Teil werden generelle Bewertungsfragen vertieft. Im zweiten Teil wird die Bewertung von Derivaten erläutert und aufgezeigt, wie sie im Risikomanagement eingesetzt werden können. Der Kauf und Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen wird im dritten Teil thematisiert. Über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmenskaufs entscheiden viele der Aspekte, die in den vorhergehenden Modulen behandelt worden sind, so dass die Studierenden hier Erkenntnisse aus früheren Modulen anwenden können. Schließlich werden im letzten Teilmodul die rechtlichen Aspekte von Finanzinstrumenten und Finanztransaktionen in den Vordergrund gestellt.
Marketing:
Der Schwerpunkt Marketing setzt sich intensiv mit drei Kernaspekten des Marketing auseinander. Dazu werden in allen drei Teilen wissenschaftliche Modelle eingeführt, die es ermöglichen sollen, Zusammenhänge im Marketing zu quantifizieren. Zunächst wird in Teil 1 erarbeitet, wie sich Innovationen am Markt durchsetzen und wie dabei das Marketing den Diffusionsverlauf bestimmen, vorhersagen und letztlich beeinflussen kann. Teil 2 richtet das Augenmerk auf den Kunden und führt in die grundlegenden Konzepte des wertorientierten Kundenmanagements ein. Dazu werden insbesondere Customer-Lifetime-Value-Modelle analysiert. Der dritte Teil widmet sich der Kontrolle sämtlicher Marketing-Aktivitäten eines Unternehmens. Dazu werden etablierte und neue Modelle diskutiert und auf ihre Anwendbarkeit überprüft. Ziel ist es, Ansätze zu erarbeiten, die zur besseren Quantifizierung des Return on Marketing beitragen können.
Entrepreneurship:
Im diesem Schwerpunkt wird Entrepreneurship in einem breiten Verständnis, angefangen von Unternehmensgründungen über das Management kleiner und mittlerer Unternehmen bis hin zum Innovationsmanagement und dem Aufbau von neuen Unternehmen in Konzernen behandelt. Zentrales Betrachtungsobjekt sind dabei immer die Geschäftsidee und der Unternehmer. Im Teil Foundation of Entrepreneurship and Business Modeling werden zunächst die Grundlagen für unternehmerische Zielsetzungen und Aktivitäten gelegt. Hierzu gehören Life-Cycle-Analyse und Management und die verschiedenen Konzepte für Business-Modelle sowie ihre Logik und Umsetzung in einem Business-Plan. Die Teile SME Management und Family Owned Businesses gehen speziell auf die Bedürfnisse von kleineren, mittleren und familienorientierten Unternehmen ein. Hierzu gehören Aspekte des Managements, der kontinuierlichen Unternehmensführung und der Nachfolgeplanung. Diese Themen werden auch aus Sicht der Corporate Governance betrachtet. Der Teil Corporate Venturing geht auf die spezifischen Umstände von neuen Unternehmensaktivitäten im Rahmen eines bestehenden Konzerns oder einer separaten Neugründung ein. Hier werden auch rechtliche und finanzielle Aspekte behandelt. Der Teil Innovationsmanagement umfasst die neuen Unternehmensaktivitäten aus bestehenden Unternehmen und/oder Prozessen heraus. Einen Schwerpunkt bilden hierbei die Sicherstellung der geschaffenen immateriellen Werte, wie Marken, Patente und weitere intellectual properties. Die abschließenden Teile Change Management und Growth Management beinhalten Internationalisierungsstrategien, aber auch kritische Situationen im Unternehmen, die zu Downsizing, Restructuring oder sogar Business Failure führen. Die Studenten lernen hier, mit schwierigen Unternehmenssituationen umzugehen. Dabei werden auch Aspekte der Corporate Governance einbezogen.
Modulbeschreibungen

Mentoringprogramm
In Kooperation mit der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V. (VEEK):
Detailliertere Informationen: siehe hier
Zulassungsvoraussetzungen
Terminplanung
Terminplan Master Class 2010
Bewerbungsverfahren
Informationen zum Bewerbungsverfahren
Finanzierung
Allgemeine Informationen
Forbes-Artikel "Europe's Masters"
Kontakt
HSBA Hamburg School of Business Administration
Alter Wall 38
20457 Hamburg
Ansprechpartnerin:
Sabine Mauermann
Telefon: +49 (040) 36 138 - 713